Schlafstörungen – Ursachen und Selbsthilfe

Schlafstörungen - Ursachen und Selbsthilfe
Schlafstörungen sind heute ein weit verbreitete Phänomen. Nahezu jeder Vierte leidet gelegentlich oder öfter unter schlaflosen Nächsten oder findet nur schwer in den Schlaf. Dabei ist ausreichend und vor allem erholsamer Schlaf sehr wichtig für unsere Gesundheit und die Ausgeglichenheit unseres Körpers. Wo liegen die Ursachen für Schlafstörungen und welche Möglichkeiten der Selbsthilfe gibt es?

Ursachen für Schlafstörungen

Für eine Schlafstörung können ganz verschiedene Ursachen verantwortlich sein.

Beruflicher und/oder privater Stress

Oftmals belasten uns berufliche Situationen, wie Stress am Arbeitsplatz, ein bevorstehender Jobwechsel oder eine Kündigung so stark, dass unser Körper auch nachts nicht oder nur schwer zur Ruhe kommt. Aber auch privat stehen wir jeden Tag vor einer Vielzahl von Herausforderungen, welche uns so stark belasten können, dass dies in Schlafstörungen mündet. Hier könnten beispielsweise Schulden, eine Trennung vom Partner, Probleme der Kinder oder aber auch eine schwere Erkrankung oder gar der Tod eines Familienmitglieds aufgeführt werden.

Unregelmäßige Schlafzeiten, Mittagschlaf

Schlafstörungen können aber auch in unregelmäßigen Schlafzeiten begründet sein. Häufige Schichtwechsel oder aber unterschiedliche Schlaf-Wach-Rhythmen am Wochenende und den Wochentagen können als Ursache in Frage kommen. Es könnte aber auch sein, dass ein Mittagschlaf die Schuld am späten Einschlafen am Abend trägt.

Koffeinhaltige Getränke oder Alkohol am Abend

Wer am Abend öfters auf koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee oder Cola zurückgreift, könnte die Ursache für die Schlafstörung schon gefunden haben, denn Koffein hält uns wach und trägt ganz und gar nicht zum schnellen Einschlafen bei. Aber auch Alkohol ist ein „Schlafkiller“. Zwar mag Alkohol das Einschlafen erleichtern, jedoch wirkt sich dieser negativ auf das Durchschlafen aus.

Äußere Einflüsse, wie Lärm und Licht, zu hohe Zimmertemperatur

Zahlreiche äußere Einflüsse beeinträchtigen vielleicht unbemerkt unseren Schlaf. Lärm beispielsweise von Bahnschienen oder einer vielbefahrenen Straße, grelles Licht einer Straßenlaterne, welche in unser Schlafzimmer scheint, aber auch eine zu hohe Zimmertemperatur, sind Einflüsse, welche uns den Schlaf rauben können.

Erholsamer schlafen mit SCHLAFMEISTER

Erkrankungen und Medikamente

Auch bestimmte Erkrankungen können Schlafstörungen hervorrufen. Zu diesen Erkrankungen zählen beispielsweise Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Rheuma. Auch wer in Verbindung mit diesen oder anderen Krankheiten Medikamente einnimmt, kann Schlafstörungen hiermit begünstigen. Zudem gibt es auch Personen, welche eine genetische Veranlagung zu Schlafstörungen haben.

Schlafhormon Melatonin

Für einen guten und erholsamen Schlaf benötigt unser Körper das Schlafhormon Melatonin. Wird dieses nicht in ausreichender Menge vom Körper produziert, führt dies zu Schlafstörungen. Insbesondere mit zunehmendem Alter lässt die Produktion des Schlafhormons nach. Deshalb leiden insbesondere ältere Menschen unter Schlafstörungen.

Selbsthilfe bei Schlafstörungen

Schaffung einer komfortablen und ruhigen Umgebung zum Schlafen

Wichtig ist in erster Linie, dass Sie Ihren Schlafbereich so herrichten, dass Sie sich wohl fühlen. Dies betrifft sowohl die Einrichtung des Schlafzimmers als auch insbesondere das Bett inklusive Matratze, Kopfkissen und Bettdecke. Gerade das Bett sollte bequem und zum Schlafen bestens geeignet sein. Während eine Matratze komfortabel, atmungsaktiv und auf das Körpergewicht abgestimmt sein sollte, sollte sich das Kopfkissen an Kopf und Hals anpassen. Der Nacken sollte entlastet werden.

Einheitlichen Schlaf-Wach-Rhythmus trainieren

Versuche Sie Ihrem Körper einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus anzutrainieren. Egal ob Wochenende oder Wochentag, die Aufsteh- und Zubettgeh-Zeit sollten möglichst gleichbleibend sein.

Äußere Einflüsse abstellen

Versuchen Sie soweit wie möglich die störenden äußeren Einflüsse abzustellen. Sollte eine Laterne ins Schlafzimmer leuchten, bringen Sie vielleicht ein Rollo an. Gibt es störende Lärmbelästigungen, helfen vielleicht ein paar Ohrenstöpsel, den Lärm auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Koffeinhaltige und alkoholische Getränke vor dem Schlafengehen meiden

Um nicht nur möglichst schnell einzuschlafen, sondern auch gut durchzuschlafen, sollten Getränke mit Koffein und Alkohol gemieden werden.

Abschalten und Entspannen

Lassen Sie Ihren Körper am Abend zur Ruhe kommen. Entspannen Sie sich vom Stress des Alltags und schalten Sie ab – ob bei einer guten Lektüre oder ein paar entspannenden Yogaübungen.

Wenn Sie erstmal erkannt haben, auf welche Ursache Ihre Schlafstörung zurückzuführen ist, kann mit den o. g. Möglichkeiten zur Selbsthilfe eventuell Abhilfe geschafft werden.

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